Achtung Eigenversorger – neue Meldepflichten!

  • By Peter Nümann
  • Feb 19th, 2017

In § 74a EEG 2017 wurden neue Meldepflichtenfür Eigenversorger eingeführt. Betreiber von PV-Anlagen über 7 kWp und andere Anlagen über 1kWp und andere Letztverbraucher, die Strom nicht über einen Stromversorger beziehen, müssen  gewisse Grundinformationen dem zuständigen Netzbetreiber unverzüglich, spätestens  bis 28. Februar des Folgejahres der Eigenversorgung bzw. Änderung melden – und zwar auch bei EEG-Umlage-Befreiung.

Zu melden sind

  • die Tatsache, dass eine Eigenversorgung bzw. Letztverbrauch von “nicht von einem Elektrizitätsversorgungsunternehmen geliefertem” Strom stattfindet
  • die Anlagennennleistung
  • und  ggf. die Befreiung/Ermäßigung der EEG-Umlage und der Befreiungs- oder Ermäßigungsgrund.

Die Frist muss peinlich genau beachtet werden.

Wer nämlich diese Mitteilungspflichten nicht rechtzeitig und vollständig erfüllt, muss gem. § 61 g Abs. 2 EEG 2017 im betroffenen Jahr einen Aufschlag von 20% auf die EEG-Umlage hinnehmen. Je nach Auslegung des Gesetzes kann sich die Umlage für die betroffene Strommenge auf 100% erhöhen, wenn die Meldepflicht für diese (EEG-Umlage-Abrechnung)  versäumt wird – diese endet ebenfalls der 28. Februar. Wer bisher nicht umlagepflichtig war kann so unversehens in eine böse Falle tappen.

Weitere Einzelheiten und eine Checkliste in unserem blog
www.green-energy-law.com.

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